11.07.2017

FÖL Themenabend - unverpackt: Marketing oder Mehrwert?

Am 11.07.2017 lud die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Unverpackt – Marketing oder Mehrwert?“ ein. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Projekt „unverpackt“ der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) Eberswalde statt und wurde in den Räumlichkeiten der GLS-Bank in Berlin durchgeführt.

unverpackt Themenabend 1

Denis Schulz über unverpackt bei der Bio Company

unverpackt Themenabend 2

Podiumsteilnehmer von links nach rechts: Denis Schulz (Bio Company), Reinhard Manger (Lobetaler Bio-Molkerei), Marie Delaperrière („unverpackt – lose, nachhaltig, gut"), Henrike Rieken (HNE Eberswalde)

unverpackt Themenabend 3

Milchabfüllstation der Firma Lobethaler

Am 11.07.2017 lud die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Unverpackt – Marketing oder Mehrwert?“ ein. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Projekt „unverpackt“ der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) Eberswalde statt und wurde in den Räumlichkeiten der GLS-Bank in Berlin durchgeführt. Die Moderation übernahm Dr. Henrike Rieken von der HNE Eberswalde, als Podiumsgäste waren Marie Delaperrière („unverpackt – lose, nachhaltig, gut“, Kiel), Reinhard Manger (Lobetaler Bio-Molkerei, Biesenthal) und Denis Schulz (Bio Company, Berlin) geladen.

 Mit rund 60 Teilnehmer*innen war die Veranstaltung sehr gut besucht. Im Anschluss an einleitenden Statements der Gäste fand ein reger Austausch mit dem Publikum statt. Diskutiert wurde unter anderem die Frage, inwieweit das unverpackt-Konzept einen wirklichen Mehrwert für Kund*innen bietet, aber auch, wie die ökologischen Vorteile zu bewerten sind. Hierzu wurde darauf hingewiesen, dass die ökologische Gesamtbilanz der Produkte zu berücksichtigen ist und positive Effekte vor allem durch den Vertrieb regionaler Produkte entstehen.

Ebenfalls thematisiert wurden tatsächliche und vermeintliche Herausforderungen, beispielsweise hinsichtlich der Hygiene in den Läden, der Sortimentsgröße und den rechtlichen Rahmenbedingungen.

Dabei wurde wiederholt herausgestellt, dass die Bereitschaft der Kund*innen, Gewohnheiten zu ändern und das eigene Einkaufsverhalten zu hinterfragen, entscheidend zum Erfolg des Konzepts beiträgt. Dass dies im Alltag möglich ist, wurde von Teilnehmer*innen aus dem Plenum bestätigt. Die Kund*innen würden im Gegenzug durch hochwertige Lebensmittel, die in bedarfsgerechten Mengen verfügbar sind, belohnt.

Ein weiteres Thema war das Spannungsfeld zwischen den inhabergeführten Pionierläden und den filialisierten Handelsketten, die das Konzept zunehmend aufgreifen. Die Gäste sahen großes Wachstumspotenzial für die unverpackt-Idee und waren sich darin einig, dass auch zukünftig der Dialog zwischen den Akteuren der Lebensmittelwertschöpfungskette – vom Produzenten bis zum Händler – gestärkt werden sollte.

Neu dabei!
Annas Unverpacktes
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SPEISEKAMMER | BIO HOF BRINKMANN
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DER SACHE WEGEN – einfach richtig einkaufen
 
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